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Richtige Medikamente-Handhabung in jedem Alter

Knifflige Verpackungen und komplizierte Verschlüsse bei Medikamenten Nicht nur ältere Patienten haben Probleme bei der Handhabung ihrer Arzneimittel. Handling (sprich: Händling) würde die jüngere Generation sagen. Bereits das Öffnen der Packung und das Dosieren der Medizin kann ein körperlicher und geistiger Kraftakt werden.

Der Beipackzettel, der eigentlich eine Hilfe sein soll, sorgt zusätzlich für Verwirrung. Meist ist der Zettel nicht lesbar, weil die Schrift viel zu klein aufgedruckt oder in einer unverständliche Fachsprache verfasst ist.

Knifflige Verpackungen und komplizierte Verschlüsse

Kraft und Gefühl lassen manchmal nach. Hierfür können Gelenkenzündungen und Rheuma verantwortlich sein. Wenn die Gelenke der Hände und Arme schmerzen, die können Hände nicht mehr so gut zupacken oder der Pinzettengriff (Daumen-Zeigefinger) funktioniert nicht mehr richtig. Komplizierte Verpackungen erschweren die Anwendung der benötigten Medikamente. Manche Pillendose oder Salben-Tube ist einfach nicht aufzubekommen, sodass der Inhalt ohne Hilfe unzugänglich bleibt. Verantwortlich hierfür sind Kindersicherungen, Siegel, verschweißte Tuben, in die erst ein Loch gebohrt werden muss sowie Plastikstreifen, die erst aufgerissen werden müssen. Schwierig zu handhabende Verpackungen lassen Sie am besten direkt in der Apotheke öffnen. Notfalls bitten Sie einen Nachbarn oder einen Freund um Hilfe. Die Anwendung erklärt Ihnen am besten der behandelnde Arzt oder Apotheker anhand des entsprechenden Medikaments. Normalerweise ist der Beipackzettel dafür gedacht, doch dieser verwirrt oft mehr als aufzuklären.

Virtueller Beipackzettel und Riesenschrift

Pfizer, ein österreichisches Pharma-Unternehmen, hat 2013 einen virtuellen Beipackzettel eingeführt. Leider hat der Konzern das übersichtliche Onlinetool, das alle Fragen rund um Anwendungsgebiete, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Lagerung und Haltbarkeit von Medikamenten aufgelistet hatte, erst vor wenigen Tagen ersatzlos aus dem Netz genommen. Es wäre schon gut zu wissen, wie viel "reichlich Flüssigkeit" eigentlich bedeutet. Der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten-Verband hat jedoch ebenfalls eine Hilfestellung online gestellt. Unter www.patienteninfo-service.de kann man sich die Packungsbeilagen vieler Medikamente anhören oder in übergroßer Schrift nachlesen. Das ist hilfreich für alle Patienten, die mit der winzig kleinen Schrift auf den Beipackzetteln nicht zurechtkommen.

Klebepunkte gegen Verwechslungen

Die unterschiedlichen Farben und Größen der Tabletten reichen nicht aus, um sie zu unterscheiden, wenn sie erst einmal aus der Verpackung genommen worden sind. Vielen Patienten helfen sich mit Klebe- oder Filzpunkten auf den Blistern aus, um die Medikamente zu unterscheiden. Eine verminderte Sehkraft bereitet vor allem bei der Dosierung von Arzneimitteln in Tropfenform Schwierigkeiten. Ein leerer Joghurtbecher kann helfen. Hier sind die einzelnen Tropfen gut zu hören. Dieser Tipp stammt von der Bundesapothekenkammer. Falls mit zunehmendem Alter auch das Gehör nachlässt, ist der gut gemeinte Rat jedoch wertlos. Lassen Sie sich bei Problemen mit der Dosierung von einem Familienmitglied helfen oder fragen Sie Ihren Arzt, ob es denselben Wirkstoff auch in Tablettenform gibt.

Checkliste: Richtiger Umgang mit Medikamenten

Diese kleine Checkliste ist eine Hilfestellung für den Umgang und die Einnahme von Arzneimitteln, sozusagen ein roter Faden, und gilt unabhängig vom Lebensalter für alle Anwender.

  1. Richtige Person (nur derjenige, dem das Medikament verschrieben wurde, darf es einnehmen)

  2. Richtiges Medikament (Verwechslungen vermeiden)

  3. Richtige Dosis (Dosierungsanleitung beachten)

  4. Richtige Einnahme (innerlich oder äußerlich, nach Anweisung des Arztes)

  5. Richtiger Zeitpunkt (zeitgenaue Einnahme nach Anweisung)

  6. Richtige Anwendungsdauer (maximale Einnahmedauer einhalten, Verfallsdatum beachten)

  7. Richtige Aufbewahrung (kühl und trocken lagern)

  8. Richtige Entsorgung (abgelaufene Medikamente in der Apotheke abgeben)

Externer Link: - Beipackzettel erklärt bei Pfizer

Claudia G.

Artikel aus Rubrik: Medikamente - 11.09.2014

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