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Autsch, Finger verbrannt: Grillverletzungen

Verbrennungen durch Grillunfälle: gefährliches Spiel mit dem Feuer

Verbrennungen und Grillverletzungen Die Grillsaison macht nicht nur Spaß und sorgt für leckeres Essen, sondern birgt auch einige Gefahren. Verbrennungen und Verbrühungen durch falsches Anfeuern, unsachgemäßes Hantieren am Grill oder spritzendes Fett können ordentlich ins Auge gehen. Oft bleibt es nicht bei einem verbrannten Finger und bei der Wundbehandlung wird mehr als nur ein Pflaster benötigt.

Brandverletzungen beim Grillen passieren meist durch Leichtsinn und Unwissenheit im Umgang mit offenem Feuer. Brandbeschleuniger, die schwer einschätzbare Stichflammen hervorrufen, gehören dabei zu den Hauptursachen. Schätzungsweise 500 Fälle enden jedes Jahr auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Die Verletzten sind nicht selten lebenslang gezeichnet, denn Brandnarben heilen schlecht und bereiten sehr lange Beschwerden.

Allein in der Hauptstadt wurden im Juli rund 50 Personen nach Grillunfällen im Berliner Unfallkrankenhaus ärztlich behandelt. Bei der Hälfte der Patienten waren die Verbrennungen so schwer, dass sie für längere Zeit in der Klinik bleiben mussten. Brandverletzungen entstehen nicht nur durch leichtsinnigen Umgang am Grill, sondern auch an Feuerschalen, Lagerfeuern sowie beim Hantieren mit Feuerzeugen und Propangasflaschen.

Grillverletzungen gehören zu den schwersten thermischen Verletzungen, die Opfer sind in der Regel männlich, sehr jung und oft alkoholisiert. Nur etwa 11 Prozent der Verletzen sind weiblich. Kleine Kinder sind ebenfalls gefährdet, beim Barbeque Verbrennungen zu erleiden, deshalb dürfen Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills oder einer Feuerschale spielen und müssen einen Sicherheitsabstand von mindestens drei Metern einhalten.

Grillunfälle sind vermeidbare Freizeitunfälle, wenn untenstehende Checkliste beachtet wird. Außerdem kann die richtige Reaktion der Ersthelfer Leben retten. Nicht ganz einfach, wenn der Verunfallte im angetrunkenen Zustand über den Grill stolpert und der Rest der Gesellschaft auch nicht ganz nüchtern ist. Doch auch ein schwerer Sonnenbrand kann zu starken Brandverletzungen führen, wenn man zum Beispiel im Schatten einschläft, die Füße ohne Sonnenschutzcreme jedoch in der prallen Sonne liegen.

Die verschiedenen Verbrennungsgrade

Je nach Verbrennungsgrad werden die verschiedenen Hautschichten (Dermis und Epidermis) verletzt. Verbrennungen ersten Grades mit Rötungen und leichten Schwellungen heilen ohne bleibende Hautschädigungen und lassen sich mit einfachen Medikamenten zur Wundheilung gut behandeln. Bei Verbrennungen zweiten Grades sind Blasenbildung und spätere Narbenbildung üblich, wobei die Schwere hier in 2a und 2b untergliedert wird. Verbrennungen dritten Grades verursachen irreversible Hautschäden mit Nervenschädigungen.

Eine Brandverletzung vierten Grades ist die schwerste Form der Verbrennung, entspricht bereits einer Verkohlung und reicht bis zum Knochen. Ab zehn Prozent verbrannter Körperoberfläche bei einer zweit- oder drittgradigen Verbrennung kann es bei Erwachsenen bereits zu einem lebensgefährlichen hypovolämischen Schock kommen, bei Kindern reichen fünf Prozent aus. Das entspricht etwa der Verbrennung eines Unterarmes.

Grillunfällen gut vorbeugen - Checkliste:

  • Keine Brandbeschleuniger (Benzin, Lampenöl, Spiritus) in die Glut gießen
  • Grill oder Feuerschale kippsicher aufstellen, Windschatten nutzen
  • Grillzangen verwenden, das Grillgut nicht mit bloßen Händen anfassen
  • Löschmittel in Reichweite: Feuerlöscher, Löschdecke, Eimer mit Wasser oder Sand
  • Niemals versuchen, brennendes Öl mit Wasser zu löschen

Grillverletzungen behandeln - Checkliste:

  • Brennende Kleidung sofort löschen (ausklopfen, auswälzen, Löschdecke oder Wasser) und ausziehen
  • Kleinere Brandverletzungen mit fließendem Leitungswasser kühlen, kein Eis verwenden
  • keine Brandsalben, Pulver oder unnütze Hausmittel wie Mehl oder Zahnpasta nutzen
  • bei Blasenbildung, Wunde steril abdecken, Brandblasen nicht aufstechen (Infektionsgefahr)
  • größere Brandverletzungen sowie Verletzungen im Hals, Brust- und Gesichtsbereich: Notarzt rufen

Sofortige Kühlung ist die beste Hilfe bei Brandverletzungen. Eis kann jedoch zum Absterben der bereits geschädigten Hautzellen führen, deshalb am besten nur kaltes Wasser verwenden, um Schmerzlinderung zu erreichen und die Hitze nicht weiter vordringen zu lassen. Brandwunden dürfen NICHT mit Salben, Puder oder diversen Hausmitteln zugekleistert werden, weil solche Mittel die geschädigte Haut zusätzlich reizen, nässende Wunden verkleben und die spätere Wundheilung beeinträchtigen.

Damit eine Brandverletzung zweiten Grades nach der ärztlichen Behandlung besser heilt, gibt es verschiedene entzündungshemmende Salben sowie sterile Verbände. Bei kleineren Brandwunden ersten Grades sowie Sonnenbrand können kühlende Gele mit Fenistil oder Schaumspray mit Panthenol Linderung verschaffen, die Sie preiswert mit dem Medikamente-Preisvergleich direkt bei den günstigsten Anbietern online kaufen können.

Claudia G.

Artikel aus Rubrik: Freizeit und Reisen - 28.08.2014

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